Saisonstart 2026/27 in Zahlen

Am 5. September 2026 rollt bei FloorballBB der erste Ball: Die Damen im Kleinfeld eröffnen die Saison. Bis zum 26. Juni 2027 folgen 650 Partien an 127 Spieltagen. Ein Blick in die Rahmenspielplanung – und auf ein paar Zahlen, die selbst Beteiligte überraschen dürften.

FF Ligenplaner: Übersicht über Spielwochenenden 2026/27

Der Rahmen

Kategorien
Daten
Ligen
20
Mannschaften
116
Vereine
22
Spiele
650
Spieltage
127
Hallen
23
Bespielte Wochenenden
31

Rechnerisch bedeutet das: An jedem bespielten Wochenende der Saison finden im Schnitt gut vier Spieltage statt, an denen 21 Partien laufen. Pro Spieltag sind es durchschnittlich fünf Spiele – Floorball wird in Berlin und Brandenburg fast überall im Turniermodus gespielt, mehrere Partien nacheinander in einer Halle.

Der Nachwuchs stellt die Mehrheit

Von 116 Mannschaften spielen 34 im Erwachsenenbereich, fünf bei den Ü30 – und 77 im Nachwuchs. Allein 42 Teams sind U13 oder jünger: 14 in der U11, 22 in der U13, sechs in der U9. Zwei Drittel des Spielbetriebs finden also im Kinder- und Jugendbereich statt.

22 Mannschaften spielen in Frauen- und Mädchenligen – von der U13w bis zu den Damen. Die kleinste Liga der Saison ist die U17w mit drei Teams und zwölf Spielen, die größte gemessen an den Mannschaften die Herren-Regionalliga Großfeld mit neun.

FF Ligenplaner - Belastungsplanung
FF Ligenplaner: Erstmals ist die Darstellung einer Belastungsmatrix aller Vereine einsehbar.

Die Vielspieler

Am häufigsten im Einsatz sind die Berlin Rockets: 17 Mannschaften bestreiten zusammen 147 Partien. Dahinter folgen RSV Eintracht 1949 mit 109 und die Racoons Rangsdorf mit 97 Spielen. Wer wissen will, was das für die Wochenendplanung eines Vereins bedeutet: An manchen Wochenenden sind bei den Rockets Mannschaften aus fünf verschiedenen Ligen gleichzeitig unterwegs.

Gemeinsam statt gar nicht

15 der 116 Mannschaften sind Spielgemeinschaften – jede achte also. Racoons Rangsdorf und RSV Mellensee treten in fünf Altersklassen gemeinsam an, der Berliner TSC und UHC Berlin in vier. Eine Konstellation ist sogar dreifach: die SG Racoons Rangsdorf / SC Potsdam / RSV Mellensee.

Das ist kein Randphänomen, sondern die praktische Antwort auf eine einfache Rechnung: Für eine eigene U13 braucht es genügend Kinder eines Jahrgangs am selben Ort. Wo das nicht reicht, sichern Spielgemeinschaften den Spielbetrieb – und ganz nebenbei die Freundschaften zwischen den Vereinen.

Die Hallenfrage

Für die Saison haben die Vereine 342 Hallenzeiten mit zusammen 3.294 Stunden gemeldet. Das klingt nach viel, ist aber der Engpass der gesamten Planung: 113 der 127 Spieltage konnten mit einer Halle hinterlegt werden, für 14 wird noch gesucht.

Am häufigsten gespielt wird in der Sporthalle Robert-Blum (17 Spieltage), gefolgt von der von-Steuben-Halle in Potsdam (13) und dem Glückskompass (12). Insgesamt verteilt sich die Saison auf 23 Hallen zwischen Eberswalde und Lübbenau.

November ist Hochsaison

Die Spieltage verteilen sich alles andere als gleichmäßig über die Saison:

Monat
Spieltage
September 2026
16
Oktober 2026
15
November 2026
27
Dezember 2026
18
Januar 2027
19
Februar 2027
16
März–Juni 2027
15

Der dichteste Tag der Saison ist der 9. Januar 2027: sechs Spieltage mit zusammen 34 Partien. Knapp dahinter der 28. November mit sechs Spieltagen und 31 Spielen. Nach Ende Februar wird es ruhiger – dann beginnt die Zeit der Endrunden.

72 Sondertermine sind eingeplant: 17 für Deutsche Meisterschaften, 15 Playoff-Termine, 13 für DM-Qualifikationen, sieben für Relegationen. Dazu kommen 13 Reservetermine für den Fall, dass etwas verlegt werden muss.

Warum manches Wochenende frei bleibt

116 Sperrzeiten schränken die Planung ein. Der größte Block sind 89 Bundesliga-Termine – die Landesligen müssen Rücksicht nehmen, weil Spielerinnen, Spieler und Schiedsrichter in beiden Wettbewerben unterwegs sind. Dazu kommen 15 Fixtermine, sieben Ferienzeiträume und vier Feiertage.

Gespielt wird ausschließlich am Wochenende: 72 Spieltage am Samstag, 54 am Sonntag.

Wer pfeift das alles?

650 Spiele brauchen zwei Schiedsrichter pro Partie. Gemeldet werden die Kontingente nach Kategorien: eine Person für Ü30 und Freizeitliga, drei für den Erwachsenenbereich und den älteren Nachwuchs, zwei für U9 und U11 – für jedes weitere Team derselben Kategorie kommt eine Person hinzu.

Über die Saison ergibt das 223 zu meldende Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter; rechnet man Spielgemeinschaften nur einfach, sind es 212. Der Bedarf liegt eindeutig im Jugend- und Einstiegsbereich: 77 Personen mit J1-Lizenz, 49 mit L2, dazu 26 mit L2 und Volljährigkeit sowie 23 mit L3. Nur 18 Einsätze verlangen die höchste Stufe L1.

Wer schon immer wissen wollte, wo man einsteigen kann: Genau hier – die J1-Lizenz ist die mit Abstand gefragteste.

Keine Planung ohne Verantwortliche

Hinter den Zahlen stecken Monate Arbeit: Die Spielbetriebskommission hat bereits im Januar 2026 mit der Planung begonnen. Mit der Zeit galt es Teammeldungen zu sichten, Ligen zu konfigurieren, um Teams und SGs zu werben, Hallenzeiten zu sortieren und Termine – vor dem Hintergrund zahlreicher Sperrzeiten – gegeneinander abzuwägen: 116 Mannschaften wollen untergebracht sein, 342 Hallenangebote wollen sinnvoll verteilt werden, und dazwischen liegen Ferien, Feiertage und 89 Bundesligatermine, die den Rahmen weiter einengen.

Jede Terminierung, jede Verschiebung, jeder individuell an die SBK herangetragene Wunsch zieht die nächste Anpassung nach sich – wer einen Spieltag verlegt, muss Halle, Schiedsrichter und die übrigen Mannschaften desselben Vereins gleich mitbedenken.

Sascha Ahrens als Leiter der SBK hat mit seinem Team diese Arbeit auch in diesem Jahr wieder übernommen, in unzähligen Abenden am Rechner die altbekannte Excel-Tabelle befüllt und stand im Austausch mit den Vereinen. Dass der Spielplan zum Saisonstart steht, ist also alles andere als selbstverständlich.

Dass der Plan am Ende – leider – erst kurz vor dem ersten Spielwochenende fertig war, ist nicht zuletzt Ergebnis des Bemühens, Dutzende Eingaben und Vorlieben einzupassen. Eine liebgewonnene Artigkeit bei FloorballBB, die Möglichkeiten schafft, Zeit kostet und dennoch nie alle zufriedenstellen kann.

An dieser Stelle geht der großer Dank für bereits Geleistetes und für mit der Saison noch Bevorstehendes an das Team um Sascha Ahrens, also an Matthias Berger, Thomas Eis, Heiko Mühlberg und Katharina Sporbeck.


Alle Termine, Hallen und Auswertungen gibt es ab sofort im Ligenplaner. Dort lässt sich alles unter anderem nach Verein filtern, ein Kalender abonnieren und nachschlagen, wie weit die nächste Auswärtsfahrt wird.

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