Die Entwicklung der Sportart Floorball in Berlin und Brandenburg: vom ersten Club 1996 über die Gründung der BBUV 2006 bis zum einheitlichen Auftritt als FloorballBB.
Gründung des ersten Floorball Clubs Berlins
Gründung der Berlin-Brandenburgischen Unihockey Vereinigung (BBUV)
Umbenennung in Floorball Verband Berlin-Brandenburg e.V. (FVBB)
Webseiten-Relaunch und einheitlicher Auftritt als FloorballBB
Der erste Floorball Club Berlins wird gegründet und geht wenige Monate später in die Sportgruppe des Bezirksamtes Tempelhof, SG BAT, über. Floorball, damals noch Unihockey genannt, entwickelt sich in den Folgejahren im Berliner Betriebssport. Abteilungen gibt es bei Eintracht Berlin, SG Siemens und SG BAT Tempelhof. Teams nehmen an Deutschen Floorball Meisterschaften im Betriebssport teil, die teilweise auch in Berlin organisiert und ausgetragen werden.
Das Team der SG BA Tempelhof wird Deutscher Meister im Betriebssport. In der Hatzfeldallee in Tegel wird die 2. Deutsche Betriebssport-Meisterschaft Floorball mit neun Teams ausgespielt.
In Berlin wird eine „Berlin-Liga“ im Kleinfeld-Modus ausgetragen. Diese Vereine stellen dafür ein oder zwei Teams: Athletik-Club Berlin, SG BA Tempelhof, Bettina-von-Armin-Oberschule, Freie Universität Berlin, Hermann-Ehlers-Gymnasium, SC Eintracht Innova Berlin und SG Siemens.
Die Abteilungen lösen sich als Vereine aus dem Betriebssport und wollen künftig einen eigenen Verband gründen.
Am 29.11.2005 versucht eine Gruppe von Personen, sich als Berlin-Brandenburgische Unihockey Vereinigung zu gründen. Der Versuch scheitert zunächst an Formfehlern.
Am 23.05.2006 gründet sich in Berlin-Mariendorf die Berlin-Brandenburgische Unihockey Vereinigung e.V. (BBUV). Zehn Personen unterschreiben die erste Satzung und gelten damit als Gründungsmitglieder. Zweck des Vereins ist die Förderung des Sportes Unihockey. Der neue Landesverband wird in den Deutschen Unihockey Bund e.V. (DUB) aufgenommen und ist das Bindeglied zwischen den Vereinen und dem Dachverband. Zum Präsidenten wird Adrian Mühle gewählt. Unter dem Dach der BBUV organisieren sich sechs Vereine mit 182 Mitgliedern. Zehn Teams nehmen in der Saison 2006/2007 am Spielbetrieb der Landesliga teil.
Erstmals führt die BBUV Lehrkräfte-Fortbildungen durch. Am 13.09.2006 wird der Unihockey Cup, das Bundesfinale für alle Schüler der Wettkampfklasse III (Jahrgänge 1991 bis 1994), in der Sporthalle am Winterfeldplatz ausgetragen. Acht Teams aus den Regionen Sachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein reisen dazu an.
Die BBUV baut ihre Kommissionen auf und aus, definiert deren Aufgabenfelder und entwickelt die Sportart Floorball in Berlin weiter. Erneut richtet sie das Bundesfinale in Berlin aus, diesmal in Berlin-Hellersdorf und mit der Rekordzahl von zehn Teams. Erstmals nimmt ein Team aus Berlin teil. Mit sieben Teams aus vier Vereinen kommt erstmals eine Kinder-Liga zustande, ein Meilenstein in der Nachwuchsarbeit. Die Hockey-Eintracht-Steglitz und der Athletik-Club Berlin nehmen an der Deutschen Meisterschaft der Herren Kleinfeld teil. Mit dem TSV Rangsdorf 2004 e.V. tritt der erste Verein aus Brandenburg der Vereinigung bei.
Auf Initiative von Jan Kratochvil wird 2006 das „UnihockeyMag“ als eigenständiges Projekt ins Leben gerufen, ein Magazin, das monatlich gedruckt und online erscheint. Die erste Printausgabe erscheint im Januar 2007. Schnell wächst es zum größten Projekt der BBUV und erzielt jeden Monat über 1.000 Aufrufe auf der Verbands-Homepage.
Die Zahl der Mitglieder wächst stetig. 23 Teams nehmen in fünf Ligen am regionalen Spielbetrieb teil, in den Kategorien Herren Großfeld, Herren Kleinfeld, Mixed, U15 und U11. Auf Initiative des Präsidenten Adrian Mühle integriert der Verband das Unihockey Sommercamp als eigenständiges Projekt. Es bildet eine sportliche Plattform, um den Unihockeysport in Berlin besser zu vermarkten und bekannter zu machen. Ziel ist, neue Kinder und Jugendliche mit der Sportart vertraut zu machen und dabei Übungsleiter aus den Vereinen zu fördern. Mit fast 100 Teilnehmern erreicht das Sommercamp 2008 einen neuen Besuchsrekord. Der Grundstein für eines der erfolgreichsten Projekte des Verbandes ist gelegt.
Auf der außerordentlichen Delegiertenversammlung des Dachverbandes am 26.09.2009 in Weißenfels wird die Sportart Unihockey in die internationale Bezeichnung Floorball umbenannt. Bundesligist BAT Berlin erreicht das Pokalfinale, unterliegt dort jedoch dem UHC Weißenfels. Im Rahmen des Unihockey Sommercamps entwirft die BBUV nach dem Modell des Deutschen Fußball Bundes das Floorball-Abzeichen: In fünf Übungen lassen sich damit verschiedene technische Fähigkeiten des Floorballspiels bewerten. Das Projekt Floorball UnihockeyMag wird mit Tom Nebe und Marie Schneider redaktionell ausgebaut. Die neu gegründete Entwicklungskommission führt als erstes Projekt einen WinterCup in Eberswalde durch, um Floorball auch in Brandenburg bekannt zu machen. Erstmals wird in Berlin das Landesfinale des Floorball-Schulcups in der Wettkampfklasse IV ausgetragen.
Am 17.10.2010 benennt sich die BBUV in Floorball Verband Berlin-Brandenburg e.V. (FVBB) um. In der Kategorie U13 Kleinfeld nimmt der Berliner Floorball Klub e.V., in der Kategorie U15 Kleinfeld die SG BA Tempelhof-Schöneberg e.V. an der Deutschen Meisterschaft teil. Floorballshop.com und die Marke SALMING werden Partner des Projektes Floorball Sommercamp, das nun unter dem Namen Salming Sommercamp läuft. Erstmals wird das Camp in zwei Durchgänge aufgeteilt. Mit dem Projekt Floorball-Fieber wird Floorball an verschiedenen Grundschulen in Berlin eingeführt. Das UnihockeyMag erscheint nach einem Relaunch als Floorball Magazin. Der FVBB präsentiert sich erstmals auf der Jugendmesse You! und beim Hochschulsportfest der Universität Potsdam. Mit Pommerhoc Greifswald nimmt ein Team aus Mecklenburg-Vorpommern am Spielbetrieb teil.
Gleich vier Teams des FVBB nehmen an der Deutschen Meisterschaft teil: UHC Berlin (Herren Kleinfeld), TSV Rangsdorf (Kleinfeld U15), SG BAT (Kleinfeld U13) und SG Berlin (Kleinfeld Damen). Im Wintersemester 2011/12 wird in Kooperation mit der Universität Potsdam ein Kurs Floorball für Sportwissenschaftler angeboten. Unter der Schirmherrschaft des FVBB findet das erste internationale Floorball-Turnier in Berlin statt. Die Organisation der „X3M Berlin Open“ (XBO) liegt bei Jan Kratochvil (SG BAT), die ehrenamtlichen Helfer kommen aus den Vereinen des FVBB. Im Projekt Floorball Sommercamp wird erstmals das Konzept des Girls Camp getestet.
Am 19.12.2012 wird der FVBB unter der Mitgliedsnummer 9023 als ordentliches Mitglied in den Landessportbund Berlin e.V. aufgenommen. Die Teams der Vereine Berlin Broilers (Kleinfeld Herren), TSV Rangsdorf (Kleinfeld U15) und Franz-Marc-Füchse (Kleinfeld U13) vertreten den FVBB bei den Deutschen Meisterschaften. Auch an der Humboldt-Universität Berlin wird Floorball für Sportwissenschaftler als Semesterkurs angeboten. Daniel Flister und Antonia Oelke entwickeln dafür ein Konzept, das sie in den folgenden Jahren anpassen und ausbauen. Erstmals vergibt der FVBB Schiedsrichterlizenzen, die auch Jugendliche erwerben können und die zum Leiten von Spielen im Jugendbereich berechtigen.
Das Projekt Floorball Magazin geht in die Hände von Tom Nebe und Jan Kratochvil über und wird aus dem Verband gelöst. Beide gründen die Firma „mikroverlag – Kratochvil / Nebe GbR“ und bringen noch im selben Jahr die erste Printausgabe des Magazins mit einer Auflage von 10.000 Stück unter der ISSN 2194-2714 auf den Markt. Das Interesse am ersten deutschlandweit verteilten Floorballmagazin ist groß, ein wichtiger Schritt für die Sportart. Der FVBB erstellt eine eigene Seite auf Facebook und ist damit in den sozialen Medien angekommen.
Zum 01.10.2013 wird der Verband unter der Mitgliedsnummer 830087 in den Landessportbund Brandenburg aufgenommen. Am 06.11.2013 erkennt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport die Förderwürdigkeit des FVBB im Land Berlin an. An den Deutschen Meisterschaften nehmen die Teams der Vereine SG BAT und Floorball Team Charlottenburg (beide Kleinfeld Herren), TSV Rangsdorf (Kleinfeld U15) sowie VfL Tegel (Kleinfeld U13) teil. Das Floorball Sommercamp findet erstmals eine Woche lang in Mellensee statt, in Kooperation mit dem RSV Mellensee. Verbandsintern setzt Daniel Flister ein Wiki auf, das der Dokumentation dient.
Von den inzwischen 24 Teams nimmt das Floorball Team Charlottenburg in der Kategorie Kleinfeld Herren für den FVBB an der Deutschen Meisterschaft teil. Das Damenteam der SG Berlin erreicht im Pokalwettbewerb das Halbfinale. Zur Förderung der Nachwuchsspieler wird eine Landesauswahl U17 Herren unter Raimund Kalytta ins Leben gerufen. Ein großes Projekt ist der Relaunch der Webseite unter Leitung von Daniel Flister. Im Projekt Floorball Sommercamp wird ein weiterer Meilenstein erreicht: Alle Teamer unterschreiben einen Ehrenkodex zum Kinder- und Jugendschutz und legen ein erweitertes Führungszeugnis vor.
Das Floorball Sommercamp wächst: Neben der Campwoche in Blossin findet eine zweite Woche erneut in Mellensee statt. Dazu kommen zwei weitere Angebote. Das Girls Camp für junge Spielerinnen findet erstmals separat von den Hauptcamps an einem verlängerten Pfingstwochenende statt. Außerdem wird das Konzept nach Hamburg gebracht und findet im dortigen Verband einen starken Partner. Der FVBB organisiert die Salming Berlin Games, ein internationales Turnier der Kategorie U17 Herren mit fünf Teams, davon zwei aus Schweden und eines aus Polen. Erstmals erhalten die Mitarbeiter des Verbandes T-Shirts im Verbandsdesign.
Am 23.05.2016 feiert der Verband sein 10-jähriges Bestehen. Erstmals gibt es vier Ligen im Kinder- und Jugendbereich. Mit dem Verleih von Banden inklusive Transport unterstützt der Verband Vereine bei der Austragung von Spieltagen. An den Deutschen Meisterschaften nehmen Floorball Turtles Berlin (Kleinfeld Herren, 3. Platz) und SG Berlin (Kleinfeld Damen) teil. Erstmals stellt der FVBB eine Mitarbeiterin im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) ein. Mit dem 1. Unified Floorball-Cup findet ein einzigartiges inklusives Floorball-Turnier in Berlin statt. In diesem Rahmen wird ein Kooperationsvertrag mit Special Olympics Berlin/Brandenburg (SOBB) geschlossen.
Die U9-Kleintor-Liga findet erstmals im FVBB statt. Bundesligist BAT Berlin wird Vizemeister im Deutschen Pokal-Turnier. Der FVBB bietet erstmals einen Workshop für Nachwuchsgoalies und ihre Trainer an. Das Bundesfinale kehrt nach Berlin zurück: In 73 Spielen und insgesamt 803 Spielminuten spielen 28 Schulteams aus ganz Deutschland in drei Wettkampfklassen um den Titel als bestes Schulteam.
Bundesligist BAT Berlin erreicht im Pokal-Turnier das Halbfinale. Das Final-Turnier Final4 wird in der Berliner Sömmering-Halle ausgetragen und bricht den Besuchsrekord: 2300 Fans sehen das Pokalfinale vor Ort. Das Bundesfinale findet erneut in Berlin statt, diesmal im Horst-Korber-Sportzentrum.
Der FVBB beginnt mit dem Aufbau einer dezentralen Geschäftsstelle. Damit geht die weitere Digitalisierung einher: SCRUM wird für die Arbeitsprozesse eingeführt, Jira als digitales Tool zur Koordination und Visualisierung der Prozesse, Confluence zu ihrer Dokumentation. Der FVBB stellt einen Teilnehmer im Bundesfreiwilligendienst (BFD) ein. Für den FVBB nehmen die Teams folgender Vereine an der Deutschen Meisterschaft teil: SG BAT/SCS, SG VfL Tegel/Eisbären Juniors Berlin (Kleinfeld U15) und SG BAT (Kleinfeld U13, 2. Platz). Der FVBB erhält beim Zukunftspreis des Berliner Sports 1.000 Euro Preisgeld. Über Fördermittel des LSB Berlin können drei Großfeldbanden gekauft werden. Ein Crowdfunding finanziert den Kauf von sechs Tablets und Robotern.
Trotz Corona-Pandemie und meist ruhendem Spielbetrieb passiert viel. Anfang des Jahres wird ein Azudent, Ende des Jahres eine Azudentin eingestellt. Zwei Veranstaltungen „Open Space“ stoßen unter anderem die Gründung einer MÖK und den Start einer Präsenz auf Instagram an. Über ein Crowdfunding wird der Kauf des Spielemobils KIDZ finanziert. Im Herbst trifft sich erstmals die neu ins Leben gerufene U15 Herren Landesauswahl.
Webseiten-Relaunch und einheitliches Auftreten des Verbandes als FloorballBB.
Die wichtigsten Stationen der Verbandsgeschichte gibt es auch kompakt zum Nachlesen: als Chronik von FloorballBB und als Gründungsprotokoll der Berlin-Brandenburgischen Unihockey Vereinigung von 2006.
Seit der Gründung 2006 lebt der Verband vom Ehrenamt. Ob im Verein, im Verband oder im Freiwilligendienst: Wer mitmacht, schreibt die Geschichte von Floorball in Berlin und Brandenburg weiter.
Die Website von FloorballBB verwendet, willkommen in der Jetzt-Zeit: Cookie. Die dienen dazu, euch Verbands-Services und -Funktionen anzubieten sowie um Inhalte attraktiv zu präsentieren.