Ohne Schiedsrichter kein Spielbetrieb. Deshalb verpflichtet die Schiedsrichterordnung (SRO) jeden Verein, abhängig von seinen gemeldeten Teams eine bestimmte Zahl lizenzierter Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter zu stellen. In dieser Saison läuft die Meldung dieser Kontingente erstmals vollständig digital, und der Stand ist ab sofort öffentlich einsehbar.
Warum das Kontingent so wichtig ist
Jedes Spiel braucht ein Schiedsrichtergespann, und jedes Wochenende sind im Verbandsgebiet viele Spiele zu besetzen. Damit das gelingt, müssen die Vereine ausreichend Schiedsrichter:innen mit passender Lizenz bereitstellen. Wie viele, hängt von den Teams ab, die ein Verein gemeldet hat, und von den Ligen, in denen sie spielen.
Ligen werden nach der SRO einer von derzeit fünf Katgorien zugeordnet die Kategorien bedingen die Anzahl an zu meldenden Schiedsrichtern – allerdings nur für das erste Team in der Kategorie. Weitere Teams in der gleichen Kategorie erhöhen die Kontingentanforderungen jeweils nur noch um eins.
Parallel werden je Liga Anforderung an die Lizenzstufen gestellt und dabei nach dem ersten und zweiten Schiedsrichter unterschieden.
Man ahnt es schon: Umso mehr Teams ein Verein zum Spielbetrieb anmeldet, desto komplizierter wird die Ermittlung von Menge und Mindestanforderungen. Eine Kopfnuss bewahrt sich die SRO derzeit aber noch: Und zwar welche Anforderungen an jede weiteren Schiedsrichter zu stellen sind, wenn mehr als ein Team in einer Kategorie gemeldet werden. Derzeit reicht es nämlich mit den Anforderungen an den zweiten Schiedsrichter aufzufüllen, die mithin deutlich niedriger sind …
Bisher wurden die Kontingente manuell abgefragt. Nicht immer ließ sich dabei nachhalten, ob jede Meldung den Vorgaben der SRO entsprach.
Das lag nicht am fehlenden Willen: Gerade bei größeren Vereinen mit vielen Teams in unterschiedlichen Altersklassen und Spielgemeinschaften ist die Ermittlung zugegebenermaßen schon etwas Rechenarbeit, und die Prüfung jeder Meldung von Hand kostete viel Zeit. Und bei Spielgemeinschaften muss zudem geprüft werden, ob man gesamthaft der Anforderungen gerecht wird, während man separat meldet …
Die digitale Abfrage mit dem FF Ligenplaner
In dieser Saison hat die RSK die Abfrage erstmals mittels eines Moduls des „FF Ligenplaners“ umgesetzt, das auch die Spielplanung des Verbands trägt. Der entscheidende Vorteil: Das System kennt die gemeldeten Teams jedes Vereins und rechnet selbst aus, wie viele Schiedsrichter in welcher Kategorie und mit welcher Lizenzstufe benötigt werden. Die Vereine müssen nicht mehr selbst rechnen und mehr noch sehen sie ihren Bedarf direkt im Meldeformular.
So läuft die Meldung ab
- Die Einladung. Jeder Verein erhält von der RSK per E-Mail einen individuellen Saison-Link zu seinem Meldeformular. Der Link ist an den Verein gebunden. Dieselbe Adresse gilt auch für die Meldung von Nachzüglern eines späten Schiri-Kurses.
- Die Meldung. Das Formular zeigt je Kategorie, wie viele Schiedsrichter zu melden sind und welche Mindestlizenz für den ersten und zweiten Schiedsrichter gilt. Spielen Teams in einer Spielgemeinschaft, erscheint das gemeinsame Kontingent gesondert, zusammen mit dem Stand der Partnervereine. Der Verein trägt die Personen mit Name, Lizenznummer, Lizenzstufe und Geburtsjahr ein. Alternativ zum Geburtsjahr kann er per Haken verbindlich zusichern, dass die Person volljährig ist. Bereits gemeldete Personen sind vorausgefüllt, sodass eine Nachmeldung nur eine Ergänzung ist.
- Die Prüfung. Schon beim Ausfüllen prüft das Formular, ob die Anzahl stimmt, ob die Lizenzen den Anforderungen genügen und ob Personen doppelt eingetragen sind. Beim Absenden prüft der Server zusätzlich über die Lizenznummer, dass niemand für zwei Vereine gleichzeitig gemeldet wird. Danach erhalten die meldende Person und die RSK eine Bestätigung per E-Mail. Die Lizenznummer ist also zentral und sie zu melden erspart dem Verband manuelle Nachprüfungen!
- Die Verarbeitung. Das System gleicht jede Meldung mit dem Bedarf des Vereins ab: Welche Kategorien sind erfüllt, wo fehlt noch jemand, genügt die Lizenzstufe? Spielgemeinschaften werden dabei so berücksichtigt, dass ein gemeinsames Kontingent nur einmal zählt.
Für alle einsehbar: Übersicht und Vereinsseiten
Ab sofort lässt sich das Kontingentwesen des Verbands im „FF Ligenplaner“ unter „Schiedsrichter“ einsehen. Dort steht, wie viele Schiedsrichter der Verband insgesamt benötigt, welche Vereine meldepflichtig sind und wie weit jeder Verein seine Meldung erfüllt hat, dargestellt mit Balken von Rot über Orange bis Grün. Auch der Bedarf je Lizenzstufe ist aufgeschlüsselt.
Zusätzlich zeigt die Seite jedes Vereins unter „Vereine“ den eigenen Stand: welche Kategorien gefordert sind, was bereits gemeldet wurde und wo noch Bedarf besteht.
Neu auf der Startseite: der Rückmeldestand auf einen Blick
Wie weit die Meldungen insgesamt sind, zeigt ab sofort ein kompaktes Widget auf der Startseite: den Erfüllungsgrad über alle Vereine sowie für jeden Verein mit Kontingent einen farbigen Punkt, grün für vollständig, orange für teilweise und rot für noch ausstehend. Der aktuelle Stand ist auch hier zu sehen:
Meldungen und Nachmeldungen nehmen die Vereine über individuelle, von der RSK bereitgestellte Links vor.
Hinweis: Nach Abschluss der Meldephase für Schiri-Kontingente wird das Widget auf der Startseite pausieren – um mit der folgenden Saison dann wieder an die ausstehenden Kontingentmeldungen zu erinnern beziehungsweise die Erledigung durch die Vereine verkünden.
Unser Appell an die Vereine
Jede vollständige Meldung hilft, die Spieltage verlässlich zu besetzen. Vereine, die noch nicht oder nur teilweise gemeldet haben, nutzen bitte ihren Link aus der Einladung der RSK. Nachmeldungen sind jederzeit möglich. Es gelten die RSO und DFB der RSK in Bezug auf Fristen und Gebühren bei Unterschreiten der Kontingente. Bei Fragen hilft die RSK gern weiter.


