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Zwischen Mentor und Putzkraft

Mit Friedemann Hecht und Adrian Mühle gibt es in FloorballBB zwei zertifizierte Scrum Master. Sie unterstützen Agiles Arbeiten in FloorballBB. Im Interview verrät uns Friedemann mehr über seine Rolle im Verband. 

Seit nunmehr zwei Jahren arbeitet die Geschäftsstelle von FloorballBB agil.  Das führt zu maximaler Flexibilität und schneller Handlungsfähigkeit. Das bietet Raum für neue und innovative Ideen. Die Mitarbeiter:innen arbeiten selbständig und teilen dabei doch ihr Wissen. Unterstützt wird ein agiles Team durch eine:n Scrum Master. Im nachfolgenden Interview erklärt Friedemann Hecht, was Scrum und Agilität bedeuten und wie FloorballBB davon profitiert. 

Friedrich Piethe (FP): Du bist jetzt offiziell als Scrum Master zertifiziert. Was genau bedeutet Scrum? 

Friedemann Hecht (FH): Scrum ist ein Rahmen, innerhalb dessen Menschen komplexe Aufgaben erledigen können. Es ist eine Art des Projektmanagements. 

Wie hängt das mit Agilität zusammen? 

Agilität bedeutet im Kontext von Scrum, dass ein Team sich selbst organisiert und sukzessiv die Erfüllung einer Aufgabe verfolgt. Zum Scrum Team gehören das Entwicklungsteam, der/die Scrum Master und der/die Product Owner:in. 

Wo verläuft die Trennlinie zwischen den Begriffen Scrum und Agilität? 

Scrum ist eine Methode von mehreren, agil zu arbeiten. 

Welche Vorteile ergeben sich daraus? 

Die Vorteile von Scrum liegen darin, dass eine sehr hohe Transparenz herrscht: es gibt keine Hierarchien, die Entwickler:innen sind viel motivierter, weil sie sich selbst ihre Aufgaben nehmen. Erzielte Ergebnisse werden ständig überprüft und angepasst, es gibt immer ein potentiell fertiges und auslieferbares Ergebnis. 

Welche Rolle nimmst Du als Scrum Master in einem agilen Team ein? 

Der/die Scrum Master sorgt nach innen und nach außen dafür, dass die Methode richtig verstanden wird. Nach innen zum Entwicklungsteam und gegenüber dem/der Produkt Owner sorgt er/sie dafür, dass die festgelegten Rollen und die Regeln eingehalten werden und das Team fokussiert arbeiten kann. 

Also bist Du für das Team eine Art Mentor? 

Der/die Scrum Master hat verschiedene Aufgaben: Er/sie ist Mentor, er/sie ist Coach, er/sie ist auch Putzkraft. Er/sie räumt Sachen aus dem Weg, die das Team bei den Aufgaben stören. Er/sie muss auch gegenüber den anderen Mitarbeiter:innen der Organisation, diesen Rahmen erklären und dafür sorgen, dass alles richtig läuft. 

Welche Perspektiven eröffnen sich daraus für den Verband? 

Ich denke der Vorteil ergibt sich daraus, dass wir effizienter arbeiten können. Wenn man beispielsweise die Kommissionen als Scrum Teams organisiert, kann man erreichen, dass die Arbeit schneller und effizienter erledigt werden kann, weil sich die Mitarbeiter:innen die Teilaufgaben aussuchen können, auf die sie Lust haben.  

Also könnte man sagen, dass Du als springender Scrum Master die einzelnen Kommissionen weiterentwickelst? 

Erst mal ist angedacht, dass ich in der RSK als Scrum Master tätig bin. Prinzipiell könnte ein:e Scrum Master aber in mehreren Teams tätig sein. Meine Aufgabe im Verband soll auch darin liegen, die Organisation was Agilität betrifft weiterzuentwickeln. 

Vielen Dank für das Interview! 

Ich danke Dir! 

Weitere Informationen zur Agilen Arbeit findet ihr unter Digitalisierung im Floorball, Weiterbildungen unter Digitalisierung und Verband.