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Spielbetrieb

Kampf der Herren um Platz im Final4 

Während sich einige unserer Regionalliga Teams bereits durch die ersten zwei Runden des FD-Pokals im September und Oktober durchschlagen mussten, hatten unsere Bundesligist:innen noch etwas Vorbereitungszeit. Erst vergangenes Wochenende stand auch für unsere Berlin Rockets aus der 1. Floorball Bundesliga die erste Etappe im Kampf um einen Startplatz im Final4 an. Am Vortag versuchten bereits die Laikas, die Regionalliga Mannschaft der Berlin Rockets, ihr Glück in der dritten Pokalrunde. Leider mussten sie sich mit einer 2:7 Niederlage gegen die TSG Füchse Quedlinburg geschlagen geben. Nun sollten die Bundesligisten ran. Als Gegner war der MFBC Leipzig gesetzt. 

Foto: Stephan Janz

Mit den Voraussetzungen für das Pokalspiel konnte nicht die Rede von Siegessicherheit sein. Die Playoffspiele der letzten Saison gegen Leipzig hatten einen üblen Nachgeschmack hinterlassen. Zusätzlich mussten unsere Herren aufgrund von Verletzungen mit ausgedünntem Kader antreten – mit Kapitän Frederik Bonk und Topscorer Vincent Jordan fehlten ihnen wichtige Schlüsselspieler. Doch sie ließen den Kopf nicht hängen, schließlich gelten im Pokal bekanntlich andere Regeln! 

Ein souveräner Start ins Spiel verschaffte den Rockets etwas Luft. Bereits in der zweiten Spielminute schoss Hannes Thun auf Vorlage von Domenick Rotgang die Rockets mit einem 1:0 in Führung. Diesen Spielstand konnten unsere Herren ein halbes Drittel lang halten, bis sie aufgrund einer 2 Minuten Strafe für Bodenspiel in Unterzahl gerieten. Lange gelang es den Rockets, den Kasten sauber zu halten. Doch kurz vor Ablauf der Strafe erzielte Leipzig in der 12. Spielminute den Ausgleich. Keine anderthalb Minuten später erhöhte der MFBC gleich mit einem weiteren Treffer auf das 1:2. Bereits im Rückstand machten die Rockets es sich mit einem weiteren Unterzahl Spiel, diesmal aufgrund einer 2 Minuten Strafe für Stockschlag, nicht gerade leichter. Wie zuvor konnten sie lange Zeit stabil verteidigen, bis jedoch wieder kurz vor Ablauf der Zeitstrafe das Gegentor fiel. Mit einem Spielstand von 1:3 ging es in die Drittelpause. 

Noch war allerdings lange nichts verloren. Mit dieser Mentalität ging es ins zweite Drittel. Doch viel war in diesem Drittel nicht zu holen. Genauer gesagt – gar nichts. Denn es fielen in diesem Drittel weder für die Rockets noch für Leipzig Tore, auch Zeitstrafen wurden keine vergeben. Noch spannender sollte somit das letzte Drittel werden. 

In diesem gestaltete sich der Start zugunsten der Berlin Rockets. Mit einer 2 Minuten Strafe für Stockschlag und knapp eine Minute später einer weiteren Zeitstrafe aufgrund Stoßens gegen den MFBC, spielten unsere Herren in doppelter Überzahl. Viele Torchancen blieben vergebens unbelohnt. Erst in der exakten Sekunde, in der die erste Zeitstrafe der Gegner aus Leipzig ablief, versenkte Jami Savolainen auf Vorlage von Janne Makkonen endlich den Lochball im Tor des MFBC. Doch damit wurde die zweite Zeitstrafe gegen Leipzig aufgehoben, das Potential der doppelten Überzahl wurde nicht vollständig genutzt. Es ging mit einem 5 gegen 5 und einem Spielstand von 2:3 weiter. Doch dabei sollte es nicht lange bleiben. In der neunten Spielminute mussten die Rockets eine weitere Unterzahl aufgrund eines Stockschlages in Kauf nehmen. Wie in den Unterzahlen zuvor auch, konnten sie fast durchgehend Torschüsse halten und blocken. Doch 10 Sekunden vor Ablauf der Zeitstrafe kassierten sie ein Gegentor. Gerade in Fahrt gekommen, setzte der MFBC direkt nach und erhöhte kurze Zeit später auf das 2:5.
Die Rockets gaben dennoch nicht auf. Sie nahmen in der 16. Spielminute eine Auszeit und besprachen das weitere Verfahren. Die Hoffnung war es, mit 6 Spielern und einem Empty Net aufholen zu können. Diese gefährliche Entscheidung pumpte nicht nur die Rockets sondern auch das Publikum mit Adrenalin. Die Leipziger machten die Mitte gut zu, doch mit einem erfolgreichen 6 gegen 5 erarbeiteten sich unsere Herren endlich den Treffer, diesmal durch Fabio Witte auf Vorlage von Marten Bonk. Der Erfolg stimmte sie positiv, sie versuchten es weiterhin in Überzahl. Es gelang ihnen, viele Konteraktionen des MFBC aufs Empty Net zu verteidigen. Kurz vor Ende, in der 19. Spielminute, rollte der Lochball aber dann doch chancenlos über die Torlinie. Der MFBC Leipzig entschied das Spiel mit einem 6:3 für sich. 

Die Berlin Rockets und ihre Fans müssen den Traum vom diesjährigen Einzug ins Final4 schweren Herzens aufs Folgejahr verlegen. Es bleibt nur zu spekulieren, was mit vollständigem Kader möglich gewesen wäre. Doch der Traum vom Final4 ist für FloorballBB noch nicht vollständig abgeschrieben. Die Hoffnung um die Teilnahme eines Berliner/Brandenburger Teams liegt nun bei unseren Damen von FloorballBB United. Hier müssen wir uns jedoch noch ein wenig gedulden, denn die erste Pokalrunde der Damen steht erst Ende Januar an. Wir bleiben gespannt! 

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